eleQtron hat eine der größten Series-A-Runden im europäischen Quantencomputing abgeschlossen, obwohl es noch keinen kommerziell profitablen Use-Case gibt. CEO Jan Henrik Leisse erklärt, warum das kein Widerspruch ist.
Wie sammelt man 57 Mio. € für eine Technologie ein, für die es noch keinen einzigen kommerziell profitablen Use-Case gibt?
Jan Henrik Leisse ist CEO und Co-Gründer von eleQtron, einem Spin-off der Universität Siegen, das Ionenfallen-Quantencomputer für industrielle Anwendungen entwickelt. Im Spotlight mit Jan Thomas spricht er über die Series A, den Mentalitätsunterschied zwischen Europa und den USA und warum Quantencomputing Gesellschaften verändern wird, bevor irgendjemand einen ROI-positiven Use-Case benennen kann.
Über den Gast
Jan Henrik Leisse ist CEO und Co-Gründer von eleQtron GmbH, einem 2021 gegründeten Spin-off der Universität Siegen. Er studierte Bauingenieurwesen, absolvierte seinen MBA an der WHU und arbeitete sechs Jahre als Restrukturierer und Sanierer – der, wie er es selbst nennt, „Notarzt vor der Insolvenz". Danach folgten Stationen bei Viessmann im Corporate Development sowie als CEO des Familienunternehmens Albrecht Bäumer GmbH, einem Spezialisten für Schaumstoffschneidemaschinen.
Als Co-Gründer von eleQtron bringt er das betriebswirtschaftliche Rückgrat in ein Deep-Tech-Umfeld, das von Wissenschaftlern geprägt ist. eleQtron wurde 2025 vom Weltwirtschaftsforum als Technology Pioneer ausgezeichnet und schloss im Mai 2026 eine Series-A-Finanzierungsrunde über 57 Millionen Euro ab – mit Investoren wie Schwarz, Early Bird, EIC und der NRW-Bank.